Ketteler-Schule

 
  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Startseite Schule Schulgeschichte

Geschichte der Ketteler-Schule Beckum

E-Mail Drucken PDF

1930 - Die Anfänge unserer Schule

In seinem Aufsatz "Die industrielle und kommunale Entwicklung der Stadt Beckum" (veröffentlicht in der Festschrift der "Glocke" vom 14.05.1930) schreibt Bürgermeister Dr. Jütten:

"Nachdem die frühere überdachte Warmwasserbadeanstalt neben dem städtischen Elektrizitätswerk wegen Einsturzgefahr außer Benutzung gesetzt werden musste, bedeutete das Fehlen einer Winterbadeanstalt ein großer Mangel, zumal für die Bevölkerung, durch die Staubentwicklung der hiesígen Zementwerke, ein besonderes Badebedürfnis besteht. Um wenigstens der Bevölkerung die Möglichkeit von Brause- und Wannenbädern zu geben, sind 20 solche Bäder bei der Projektierung der im Bau befindlichen Schule vorgesehen worden."

"Die katholischen Volksschulen der Stadt, besonders die im südlichen Stadtteil, befinden sich in einem bedauernswerten Zustand. Das südliche System I umfasst 5 Schulgebäude, die örtlich zum Teil sehr weit voneinander getrennt liegen.

Die Gebäude liegen außerdem an verschiedenen Strassen, einige sogar an Strassen mit starkem Verkehr: Sie befinden sich, da sie größtenteils schon ein sehr hohes Alter haben, in einem derartig Schlechten Zustand, dass sie für einen geregelten Schulbetrieb gar nicht mehr in Frage kommen sollten, aus Mangel an Klassenräumen z.Zt. jedoch noch nicht dem Schulbetrieb entzogen werden können. Das nördliche System II besteht aus 2 Schulgebäuden, die zwar noch nicht alt sind, und sich auch noch in einem erträglichen Bauzustande befinden. Aber auch dieses Schulsystem, das 8 Klasse fasst, hat Mangel an Klassenräumen.

Da also an beiden Schulsystemen Unterrichtsräume fehlen, im südliche System jedoch zu dem Raummangel noch die Nachteile der örtlich getrennten Gebäude und der sehr schlechte Zustand der einzelnen Gebäude hinzukommen, beschlossen die städtischen Körperschaften für diese System ein neues Schulgebäude an der Ketterstrasse zu errichten. Der Bauplan umfasst ein 16-klassiges Schulgebäude mit Rektor- und Hausmeisterwohnung, die erforderlichen Nebenräume, ferner eine Turnhalle mit gleichzeitigem Einbau eines Hallenbades. Von diesem Bauprogramm ist zunächst der erste Bauabschnitt mit 10 Klassenräumen, der Hausmeisterwohnung, dem Konferenzzimmer, dem Rektor- und Arztzimmer, einem Lichtbildervorführungsraum, einem Bastelraum und einem Zeichensaal, sowie die Einrichtung von Brause- und Wannenbäder zur Ausführung kommen. Der Bau ist bis zum Dachgeschoss im Rohbau fertig gestellt und wir höchstwahrscheinlich Weihnachten 1930 bezugsfertig sein. Sobald dieser Bauabschnitt fertig gestellt ist, wird es die nächste Sorge der Stadt sein, das System II ebenfalls zu einem vollen System mit 16 Klasen zu erweitern. Es ist hierbei die Vereinigung der beiden bestehenden Gebäude zu einem einheitlichen Schulgebäude vorgesehen. Wenn dass an dem jetzigen Neubau der Volksschule an der Kettelerstrasse die Ausführungen des zweiten Bauabschnittes -6 weitere Klassen- folgt, wären die noch gut erhaltenen jetzigen Gebäude des Systems I an der West- und Hühlstrasse als drittes Schulsystem zu verwenden. Nach Fertigstellung dieser großen Bauvorhaben der nächsten Zeit dürfte die Schulfrage der Stadt Beckum auf weite Sicht gelöst sein."

"Der Stadt zur Zierde gereicht auch der Neubau des evangelischen. Vereinshauses an der Hühlstrasse, gegenüber der evangelischen Kirche, erbaut nach den Plänen des Architekten Schade und ferner nach dem Plane desselben Architekten der Neubau der höheren Mädchenschule auf der Höhe des Paterweges, wo bei der Wahl des Baugeländes, ebenso, wie bei der Auswahl des Platzes für die neue Volksschule, maßgebend war: Heraus aus den Gefahren und dem Getriebe der engen Strassen, hinaus in die Natur, wo den Kindern Licht, Luft und Sonne in reichlichem Masse gegeben ist."

Schulgeschichte 1930-1939


1933     Aus dem Protokoll des Magistrats vom 19.7.1933
Pkt. 7.  "Dem Antrage Ahlers, Lippborgerstrasse 93, das Gras auf der neuen Schule am Horst-Wessel-Platz vorgelagerten Rasenfläche nach Bedarf, längstens innerhalb eines Zeitraums von acht Tagen zu schneiden wird nicht stattgegeben. Die Rasenfläche gehört zu den gesamten städtischen Anlagen und hat jetzt die Bezeichnung "Horst-Wessel-Platz" erhalten. Die Rasenflächen der städtischen Anlagen sind von den hierfür vorhandenen städtischen Arbeitskräften gleichmässig zu mähen. Es ist dies unbedingt erforderlich, um einen gleichmäßiges Anwachsen der Rasenflächen zu erzielen. Auch ist die Anordnung des gleichmäßigen Mähens der Rasenflächen in den städtische Anlagen unbedingt durchzuführen, weil sonst die Rasennarbe mangelhaft wird und die Rasenflächen ein nachteiliges Bild in den städtischen Anlagen abgeben würde. Der Magistrat ist jedoch damit einverstanden, dass die abgemähten Grasmengen den umliegenden Bewohnern kostenlos abgegeben werden."

Aus dem Protokoll des Magistrats vom 25.08.1933:
Pkt.12.   "Dem Antrage der Evangelischen Volksschule vom 1.8.1933 auf Beschaffung eines Bildes des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler wird stattgegeben und zugleich beschlossen, ein gleiches Bild auch für die übrigen Volksschulen zu beschaffen. Die Auswahl des zu wählenden Bildes wird vorläufig zurückgestellt. Die Herren des Magistrates, die am Reichsparteitag in Nürnberg teilnehmen, werden gebeten, unter den dort ausgestellten Bildern des Herrn Reichskanzlers eine besonders günstige Aufnahme auszuwählen, die dann für die Schulen festgelegt und beschafft werden soll.

1939     Bei Ausbruch des Krieges wird das Ketteler-Schulgebäude beschlagnahmt:
In den ersten Tagen der Mobilmachung finden ständig Pferdemusterungen statt, dann wird das Gebäude als Lazarett eingerichtet. Das gesamte Schulmobilar wird ausgeräumt und die Klassenzimmer werden als Krankenzimmer eingerichtet. Belegt ist die Schule in der Folgezeit mit Verwundeten.Hier geht im Umbruch sämtliches Lehr- und Lernmaterial und sämtliche Schulakten - auch die Schulchronik - verloren.

03.10.1939   Die Militärverwaltung gestattet, die Räume für schulische Zwecke wieder zu benutzen.
Eine vollständige Einrichtung und Umgestaltung darf jedoch nicht erfolgen. In der Zwischenzeit müssen die 4 Räume der evangelischen Schule am Nordwall und die Räume an der Elisabethstraße genügen. Hier wird wechselschichtiger Unterricht erteilt.

Schulgeschichte 1940– 1949

17.05.1943     Der Nordflügel der Schule wird von einer Scheinwerferbatterie beschlagnahmt.

Frühjahr 1944     Das gesamte Gebäude wird mit einem Landesschützenbattaillon belegt. Danach quartiert sich bis zum Umbruch eine SS-Truppe ein. Die Klassen der Kettelerschule finden notdürftige Unterkünfte an vier Stellen (Gymnasium, evangelische Schule am Nordwall, Antoniusschule und Elisabethschule).

ab 01.04.1945   Als die Schule am 01.04.45 von den Feindtruppen besetzt wird, finden in der Folgezeit unterschiedliche Einquartierungen im Schulgebäude statt:
am ersten Tag ist sie Ortskommandantur;
in den 4 folgenden Tagen wird sie von Ausländern belegt;
dann richtet eine amerikanische Truppe hier eine Genesungskompanie ein; als diese verlegt wird, zieht eine Abteilung der englischen Luftwaffe hier ein, die bis zum 12.09.1947 das Gebäude hält.

Mai – Sept. 1945     Die Schulen bleiben für längere Zeit geschlossen. Die Lehrpersonen gehen mit ihren Schülern auf‘s Land (Kartoffelkäfer sammeln, Rüben vereinzeln, Unkraut jäten, Ernte einbringen u.a.).

18.09.1945     Die Tore der Schulen werden wieder geöffnet. Für alle Schulen der Stadt Beckum stehen nur die Klassenräume der Antoniusschule zur Verfügung. Unterricht wird in 3 Schichten von 8.00 – 17.00 Uhr erteilt. Die Ketteler-Schule bildet 18 Klassen mit insgesamt 841 Schülern.

Nach dem Krieg wird die ehemalige Horst-Wessel-Schule Schule in Ketteler-Schule umbenannt

04.09.1947     Die Schule kann wieder ins Kettelerschulgebäude einziehen. Das Gebäude an der Elisabethstraße wird noch nicht freigegeben, sondern mit Familien der Ostvertriebenen belegt. Um 22 Klassen unterzubringen, werden jedesmal 3 Klassen auf 2 Räume verteilt. Zwei Klassen haben Vormittags- und 1 Klasse Nachmittagsunterricht (Wechsel innerhalb einer Woche). Die Schülerzahlen steigen von 1947 – 1950 von 1062 auf 1109.

Herbst 1948     Die Elisabethschule wird wieder freigegeben und sorgt für eine kleine Erleichterung bei der Raumnot. Alle Räume an der Kettelerstraße und der Elisabethstraße können genutzt werden. Von jetzt an stehen der Schule für 22 Klassen 18 Räume zur Verfügung. An der Kettelerstraße sind es 12 und an der Elisabethstraße 4 Klassenräume. Da ständig 6 Klassenräume fehlen, haben immer 4 Klassen Nachmittagsunterricht.

Schulgeschichte 1950– 1959

13.03.1951     Der Regierungspräsident teilt der Stadtverwaltung mit, dass sowohl die Kettelerschule als auch die Antoniusschule zu Beginn des neuen Schuljahrs (01.04.51) in je ein Knaben- und ein Mädchensystem zu teilen sind, das Ketteler-Knabensystem mit 14 Schulstellen, das Mächensystem mit 7 Schulstellen. In den folgenden Jahren erhöht sich die Schulstellenzahl im Knabensystem auf 15.

16.04.1953     Das Knabensystem wird von insgesamt 652 Kindern besucht.

31.12.1954     Der Schulanbau eines Flügels der Kettelerschule ist beendet. Die neuen Räume (6 Klassenräume, 1 Handarbeitsraum, 1 Lehrküche für Mädchen, 1 Brauseraum, 1 Toilettenraum für Mädchen) werden eingeweiht und übergeben.

Ostern 1955     Gemäß der Verfügung des Regierungspräsidenten sollen von Ostern 1955 an am Knabensystem und Mädchensystem reine Knaben- und Mädchenklassen geschaffen werden.

Schulgeschichte 1960-1969

04.11.1963     Die Martinschule wird eingerichtet und die Schülerzahl wird aufgeteilt. 227 Schüler/innen besuchen die Martinschule und 297 die Kettelerschule.

1963/64     Es wird eine 14. Lehrerinnenstelle für das Fach englisch eingerichtet.

Schulgeschichte 1970– 1979

April/Mai 1972     Der Neubau der Ketteler-Grundschule ist bezugsfertig. Die Klassen der Grundschule ziehen ins neue Gebäude. Die Hauptschule erhält die freien Räume im Hauptgebäude. Bei der Stadt werden Anträge zur Umgestaltung der Funktionsräume (Werkräume, Küche, Essraum, Physikraum) vorgelegt. Es sollen die Räume im Keller (Küche, Essraum, Vorrat- und Handarbeitsraum) als Werkräume umgestaltet werden. Eine neue Lehrküche soll in dem Klassenraum im Erdgeschoss an der Südseite eingerichtet werden. Der Physikraum, ehemals zusammen mit dem Filmraum im Obergeschoss, wird ins Erdgeschoss verlegt.

Januar 1973     Die Umbauarbeiten für die Neugestaltung von Werkräumen und Küche beginnen. Für die Baumaßnahmen und die Einrichtungen sind im Haushalt 73 000 DM eingesetzt. Der frühere Handarbeitsraum im Kellergeschoss wird Werkraum I. Er wird durch eine Tür und ein Fenster mit dem Maschinenraum verbunden. Die Küche und der Essraum werden als Werkraum II (Nassraum) genutzt. Die Küche und der Essraum werden eine Etage höher gelegt. Der Flur wird um 2 Säulenlängen gekürzt und wird als Essraum benutzt

Osterferien 1973     Die Werkräume werden eingerichtet und der Klassenraum und der Flur im Erdgeschoss werden für die Küche umgebaut und gestrichen.

März 1974     Der Bau der Toilettenanlage neben dem Gebäude der Grundschule geht der Vollendung entgegen.

10.12.74     Die neue Doppelturnhalle wird eingeweiht und übergeben.

07.11.78     Die Schülervertreter legen einen Vorschlag über die Ausgestaltung des Schulhofs vor.

Schulgeschichte 1980-1989

April 1981     Die Stadt beginnt mit der Erneuerung der Fenster an der Westseite des Gebäudes.

81/82     Für alle Schüler/innen wird ein 10. Pflichtschuljahr eingeführt.

82/83     Zum Schuljahresbeginn sind alle Fenster der Schule an der West- und Südseite erneuert. Alle Klassen haben neue Schulmöbel. Ab diesem Schuljahr sind der 1. und 3. Samstag im Monat unterrichtsfrei, am 2. und 4. Samstag werden je 4 Unterrichtsstunden gehalten.

83/84     Zentrales Anliegen des Kollegiums wird in diesem Jahr der Antrag auf Erweiterung der Schulverwaltungsräume der Hauptschule bei der Stadtverwaltung Beckum.

" Hier liegt seit Menschengedenken vieles im Argen: Einen einzigen Raum von 16 m2 Fläche teilen sich Rektor, Konrektorin und Sekretärin", so schrieb damals Herr Rektor Jatzkowski. Im Antrag an die Stadt unterbreitet das Lehrerkollegium folgenden Vorschlag: Aus dem jetzigen Lehrerzimmer werden je ein Raum für den Rektor und die Sekretärin geschaffen unter Beibehaltung eines Durchganges, der dann endlich beide Schulflügel im Erdgeschoss verbindet. Rektorzimmer und jetziger Büroraum, der Konrektorzimmer wird, sollen durch eine Tür verbunden werden. Das Lehrerkollegium zieht in den angrenzenden zur Schulhofseite gelegenen leer werdenden Klassenraum, der zum Lehrerzimmer umgebaut werden soll. Auch hier soll eine Tür zum Nachbarraum eingebaut werden, weil dieser zu einem späteren Zeitpunkt frei wird und Medienraum werden soll.

84/85     Das Gebäude der Kettelerschule wird unter Denkmalschutz gestellt. Für die Denkmalschützer ist die Schule ein "guterhaltenes Beispiel eines alten Schulgebäudes in großzügigen Dimensionen, fast schmucklos, auf seine Funktionalität abgestimmt.

85/86     Ein Fotolabor wir in einem Kellerraum eingerichtet. Das Geld für die Ausstattung des Fotolabors kommt aus dem Reinertrag eines Schulfestes, das als "Tag der offenen Tür" im Anschluss an die Projekttage durchgeführt wird. Die ersten Schritte zur Gründung eines Fördervereins werden getan. Am Tag der offenen Tür (Juni 86) wird von 2 Elternvertretern die Satzung für einen Förderverein vorgestellt und für den Verein geworben.

86/87     Der Computer hat in der Schule Einzug gehalten. Einführungskurse im Wahlpflichtunterricht und AG laufen an. Dazu wandern die Schüler/innen zur Sparkasse Beckum. Dort stehen für die Beckumer Hauptschulen sieben Geräte. Ein achtes ist für Übungszwecke in den Schulen aufgestellt worden.

88/89     Das Photolabor wird um einen Raum erweitert. Da in diesem Jahr die Mittel für Anstreicher- und Ausbesserungsarbeiten fehlen, übernimmt eine Schülergruppe als Projektunterricht diese Arbeit.

Schulgeschichte 1990– 1999

91/92     Im Dezember 1991 fällt der Startschuss zur Anlage eines Schulgartens. Stadtgärtner pflanzen entlang der Rasenfläche neben der Turnhalle eine Hainbuchenhecke als Sicht- und Lärmschutz zum Paterweg. 6 Obstbäume komplettieren den ersten Bauabschnitt. Das Fotolabor wird um 2 Räume erweitert, die in Eigenleistung im Wahlpflichtunterricht von Schülern hergerichtet werden. Der Herstellung des ersten Videofilms steht also nichts mehr im Wege, zumal die notwendigen Geräte zwischenzeitlich angeschafft worden sind. Ein Schülerleseraum bzw. SV-Raum ist bis auf kleinere noch auszuführende Malerarbeiten fertiggestellt und kann von Schülern genutzt werden.

92/93     Mit Beginn des Schuljahres 1992/93 wird die Fünf-Tage-Woche eingeführt. Erstmalig kann der Computerraum unterrichtsmäßig genutzt werden. Zum derzeitigen Stand der Ausrüstung gehören 8 Arbeitsplätze für die Schüler, die jeweils zu zweit an einem Computer arbeiten. Schwerpunkt in diesem Schuljahr ist die Text und Datenverarbeitung.

92/93     Nach langen Umbauarbeiten im naturwissenschaftlichen Bereich kann der neue Physik-/Chemieraum wieder unterrichtlich genutzt werden. Der alte Physikraum und der benachbarte Klassenraum im Erdgeschoss werden in den letzten Monaten des abgelaufenen Schuljahres umgestaltet und mit neuem Mobilar, das den neuesten Sicherheitsbestimmungen entsprach, ausgestattet. Somit verfügt der naturwissenschaftliche Bereich nun über einen Physik- und einen Chemievorbereitungsraum und einen integrierten Physik-Chemieunterrichtsraum. Im 2. Halbjahr dieses Schuljahres wird neben der Turnhalle eine Freiluftklasse angelegt. Dazu erstellen Schüler/innen der Klassen 10 im Wahlpflichtunterricht Technik eine Sitzgruppe. Daneben planen im Wahlpflichtunterricht Biologie die Schüler/innen die Beetanordnung im Schulgarten und beginnen mit den ersten Erdarbeiten. Eine Beckumer Firma stiftet der Schule ein beleuchtetes Namensschild "Kettelerschule". Zum Ende des Schuljahres wird der Maschinenraum im Keller vergrößert und durch eine Wand mit Verbundglas vom Werkraum abgetrennt.

Juni 94     Die Landschaftsarchitektin Frau Martina Hoff, Essen, legt einen Erläuterungstext zur Ideenskizze der Schulgeländeumgestaltung an der Kettlerschule vor.

Mai 95     Die Wahlpflichtgruppe Teichbau aus Wahlpflichtunterricht Biologie der Klassen 9 (Andre Korte, Torsten Linnemannstöns, Ramona Korte, Martina Wappelhorst, Markus Recker) beantragen bei der Stadt Beckum den Bau eines Teichanlage auf dem Schulgelände. Nach langer Vorbereitungszeit fällt der Startschuß zur Umgestaltung des Schulhofs im Eingangsbereich der Hauptschule. Mitglieder des Fördervereins beginnen mit der Anlage der Mauer eines Hochbeetes aus Beckumer Kalkstein. Ein Teil des alten Schulhofbelages wird aufgerissen und neu geplastert. Teilnehmer am Wahlpflichtunterricht Schulgarten unterstützen die Bauarbeiten. Schüler/innen der Klassen 9 und 10A planen und erstellen im Wahlpflichtunterricht Biologie bzw. Arbeitslehre/Technik auf dem Schulgartengelände eine Trockenmauer, tragen die Holzbalken zur Weiterverarbeitung in den Werkraum und beginnen mit den Erdarbeiten für den Bau eines Gartenhauses. Der Förderverein der Ketteler-Grundschule übergibt die neu geschaffene "Grüne Mitte"des Schulhofs an die Stadt Beckum. Erstmalig findet für die Schüler/innen der Jahrgänge 8, 9 und 10 an unserer Schule eine religiöse Schulwoche statt.

96/97     Während der Projekttage wird von einer Schülergruppe ein Folienteich im Schulgartenbereich erstellt.

97/98     Der schon seit langem geplante Holzübergang im Eingangsbereich unserer Schule wird Wirklichkeit. Unter sachkundiger Leitung treffen sich an einem Samstagmorgen 7 freiwillige Schüler aus den Klassen 9, um die vorgefertigten Plateaus aufzustellen. Ein Werkraum im Kellergeschoss wird zum Biologieraum umfunktioniert. Durch Neuverlegung von Elektrokabeln ist nun das Arbeiten an Gruppentischen möglich.

98/99     Das Gerätehaus auf dem Schulgartengelände wird eingerichtet und mit erforderlichen Gartengeräten bestückt.

Schulgeschichte 2000 – 2009

99/00     Für den Umbau des Dachgeschosses (2 Klassenräume)wird von der Stadt Beckum ein Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt. Die Turnhalle bekommt einen neuen Hallenboden.Der Computerraum bekommt eine neue Vernetzung, die schneller und stabiler ist. In Zusammenarbeit mit Sportvereinen Beckums /TSG Beckum, Alpenverein Sektion Beckum, VBC Beckum), dem Fit & Fun-Studio, der Johanniter Unfallhilfe Münster und dem Filou-Tanztheater finden im Rahmen "Jahr des Sports 2000" für die Klassen 5 – 7 Sportprojektage statt.

00/01     Aufgrund der hohen Schülerzahl (406 Schülen/innen und der Erhöhung der Klassenzahl von 15 auf 16 Klassen müssen der Musik- und der Biologieraum als Klassenraum genutzt werden.Die Ausbaumaßnahme zur Errichtung von zwei Klassenräumen im Dachgeschoss beginnt.Der SV-Raum im Obergeschoss wird zum Multimedia-Raum mit vier multimediafähigen Computern mit Internetanschluss umgestaltet. Der Raum soll von allen Klassen für parallel zum Unterricht verlaufende Arbeiten genutzt werden.

Mit der Sichtung und Beschaffung von geeigneter Software für Übungen und Anwendungen in verschiedenen Fächern wird begonnen.

01/02     Die Situation an unserer Schule stellt sich auch zu Beginn dieses Schuljahres als schwierig dar. Durch die Erhöhung der Klassenzahl von 16 auf 17 Klassen (im Vorjahr von 15 auf 16 Klassen) wird das Raumproblem trotz Ausbau des Dachbodens nicht gelöst. Durch den Ausbau stehen in diesem Jahr 15 große Räume als Klassenräume zur Verfügung. Zwei Klassen müssen wie im Vorjahr den Musikraum im Obergeschoss (10A1) und den kleinen Kursraum im Obergeschoss (10B) als Klassenraum nutzen. Die Lehrerstellenbesetzung weist einen Fehlbedarf von 1,25 Stellen auf. Für die 17 Klassen mit insgesamt 404 Schülern/Schülerinnen (181 Schülerinnen, 223 Schülern) stehen 15 Lehrerinnen und 8 Lehrer zur Verfügung. Bis auf die Jahrgangsstufe 9 werden alle anderen Jahrgangsstufen dreizügig geführt. Auf Grund der Unterbesetzung und des Fehlens einer Fachkraft in Musik bzw. Technik muss der Unterricht in allen Klassen gekürzt werden.Nach und nach sollen alle Klassen mit einem Fernseher/Videorekorder und einer Audioanlage ausgestattet werden. In 10 Klassen-/Fachräumen sind Audio-/Videoanlagen bereits fest installiert.

04/05     Nach über 30 Jahren wird die komplette Schulküche ausgetauscht und mit den neusten Techniken neu aufgebau. Mit Kosten von etwa 26 000 Euro wurde der Fachraum völlig neu gestaltet. Dass dabei auch ein Dampfgargerät und ein Induktionsherd eingesetzt werden können, ist der ausführenden Firma Holtkamp zu verdanken, die die Mehrkosten für diese Geräte als Spende übernommen hat. Eingeweiht wird sie mit einem Lehrer/-innenkochkurs durch die Sterneköche Frau und Herrn Nettebrock des Restaurant "Zur Windmühle".

Schulgeschichte 2010

Aufgrund rückläufiger Schülerzahlen hat der Rat der Stadt Beckum beschlossen, künftig nur noch eine Hauptschule im Stadtgebiet weiterzuführen. Nachdem aus dem gleichen Grund auch das "Aus" für die Ketteler-Grundschule entschieden wurde, fiel der Zuschlag für die weiterzuführende Hauptschule auf die Kettelerschule mit der Möglichkeit, das Gebäude der Grundschule mitzunutzen. Bei einem Rundgang mit dem Bürgermeister Dr. Strothmann wurde aber deutlich, dass es einen hohen Renovierungsbedarf an der Gebäudesubstanz der Ketteler-Schule gibt. Mit Hilfe der Mittel aus dem Konjunkturpaket wird nun ab dem Frühjahr 2010 das Gebäude saniert.