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Startseite Schulleben Aktuelles Recyclinghof statt Mülldeponie – Besuch der 7a bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Ennigerloh

Recyclinghof statt Mülldeponie – Besuch der 7a bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Ennigerloh

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Am Mittwoch, den 25.2. starteten wir mit dem Bus nach Ennigerloh und wurden  gegen 8:30 Uhr von dem Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit, Herrn Dierkes, bei den Abfallwirtschaftsbetrieben herzlich begrüßt. Zunächst wurde uns im Raum der Wertstoffwerkstatt der Ablauf des Vormittags erläutert und es wurden erste Fragen zum Thema Recycling beantwortet.

Um 10:00 Uhr begann der Rundgang  übers Gelände. Unser erster Halt war die Waage. Dort werden die LKW- Ladungen gewogen und die Abfallart bestimmt, weil das Abgeben von Abfällen kostenpflichtig ist. Auch wir wurden gewogen – mehr als eine Tonne kam da zusammen!! Kosten entstanden dabei aber nicht.

Anschließend betraten wir eine große Halle, in der Haushaltsabfälle  und Sperrmüll gesammelt und über  Förderbänder  getrennt  werden. Der Geruch dort war einigen empfindlichen Nasen etwas unangenehm!!

Danach staunten wir nicht schlecht, als uns Herr Dierkes erläuterte, dass der Betrieb den benötigten Strom fast zu 100% selbst produziert und  zwar mit Hilfe einer Biogasanlage, die mit organischem Müll gefüttert wird und mit einer großflächigen Solar- Anlage.

Zuletzt machten wir Station an einer Halle, in der Feinmaterial durch Bakterien zersetzt wird, damit  nur eine kleine Menge Deponiemüll übrig bleibt und an der Ausgabestelle von Kompost, der als Dünger an Kunden verkauft wird. Jeder, auch der Kleingärtner,  kann dort einkaufen.

Zurück in der Wertstoffwerkstatt, hatten wir eine 20 minütige Frühstückspause. Anschließend startete der Stationenlauf mit insgesamt 8 Aufgabenstellungen. Dabei konnten wir zum Beispiel entdecken, wie metallische Stoffe mit Magneten von den übrigen Stoffen getrennt werden. An einer anderen Station kurbelten wir kräftig, weil durch ein Gebläse leichte von  schweren Stoffen getrennt werden. Eine mit unserer Muskelkraft in Gang gesetzte Rüttelmaschine demonstrierte, dass beim Recycling kleine von größeren Wertstoffen getrennt werden. An den anderen Stationen lernten wir, wie aus Biomasse Strom produziert wird oder welche Probleme entstehen, wenn der Abfall, wie bis zu den 90er Jahren, auf die Deponie gekippt wird.

Am Ende unseres Besuchs konnten wir noch Fragen loswerden, die von Herrn Dierkes beantwortet wurden. Am interessantesten war, dass Handys nur mit Hilfe wertvoller Rohstoffe gebaut werden können und diese nur sehr begrenzt in der Natur vorkommen. Man muss also vielleicht nicht immer sofort das neuste Modell haben wollen, denn Ressourcen sind begrenzt und nicht ewig verfügbar!! Oder wir vertrauen darauf, dass Ingenieure innovative Lösungen finden und auch in diesem Bereich möglich ist.

In der Summe – ein interessanter Vormittag!! Viel Technik, wenig Müll!!!

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